FAQ

Warum Mate?

Wir lieben Mate-Soda. Vor allem mit geröstetem Mate-Tee. Und irgendwie hatten wir im Gefühl, dass wir ein überragendes Rezept entwickeln können. Nebenbei bemerkt ist Mate auch das Getränk, das Newcomer in Deutschland neu kennenlernen und trinken. Und cool finden. Irgendwie ist Mate auch einfach Berlin. Und wusstet ihr schon, dass Mate in Syrien sehr verbreitet ist? Mate-Erfrischungsgetränke werden außerdem oft an Orten getrunken (Büro, Club, Ubahn), an denen nicht unbedingt über Refugee-Selbstorganisation, Rassismus oder die Lage der Menschenrechte im Mittelmeerraum nachgedacht wird. Obwohl… mittlerweile hoffentlich schon :). #notjustamate

Ist das bio?

Jein. Schon ein wenig, aber noch nicht ‚offiziell‘, also psssst wir dürfen nicht BIO sagen. Oh nein, jetzt haben wir es doch gemacht. Bald haben unsere Getränke also noch mehr nach ökologischen Richtlinien angebaute und nach akzeptierten Zulassungsstellen zertifizierte Zutaten (oh-hå, beinahe wieder das b-Wort gesagt). Sogar für Solicola sind wir in der Produktentwicklung. Für so eine Cola muss aber relativ viel Magic happen, damit sie auch lecker bleibt und bio ist. Wir haben wie immer einen sehr hohen Anspruch. Vielleicht reicht uns auch, dass sie die solidarischste und lauteste und leckerste Cola des Landes ist. Bei der Solimate arbeiten wir seit Anfang an daran, sie noch nachhaltiger, fairer, b**er und sozialer zu machen. Und zwar mit Meta Mate. Nur so viel: wir sind gaaaanz kurz davor. #baldbio

non-profit, for-profit… for-good-profit !

Zum Solidrinks-Universum gehören die gewinnorientierte (oh yeah) Solidarity Drinks GmbH und der gemeinnützige Solidrinks Empowerment & Support for Refugees e.V.. Das ist eine bewährte Hybridstruktur unter Sozialunternehmer*innen, also Menschen, die für das Gemeinwohl arbeiten, für mehr soziale Gerechtigkeit zum Beispiel, aber ein ’normales‘ Geschäftsmodell haben, um auf eigenen Beinen stehen zu können und unabhängig von zB öffentlichen Fördertöpfen zu sein (…oder von Regierungswechseln. In Zeiten wie diesen ist das nicht unwichtig, da Abgeordnete rechtsradikaler Parteien wie der AfD bereits jetzt Fördertöpfe für zum Beispiel Anti-Rassismus-Arbeit aktiv blockieren).

Leider haben unternehmerische Körperschaften wie die GmbH durch Turbokapitalismus und wirtschaftliches Handeln, das Mensch und Umwelt schadet, einen sehr sehr schlechten Ruf. Aber hey, es gibt Alternativen mittlerweile! Eine immer größer werdende Gruppe von Sozialunternehmer*innen handelt für das gesellschaftliche Wohl und aus Dringlichkeit und Überzeugung. Auch an der Weiterentwicklung bestehender Rechtsformen wird gearbeitet. Wir sind Mitglied im Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, wo ihr mehr über Sozialunternehmertum erfahren könnt. Auch wir begegnen immer wieder Misstrauen und Zweifeln: ‚Ihr seid doch auch nur irgendein Konzern irgendwann‘ oder: ‚woher soll ich denn wissen, wofür ihr eure Gewinne ausgebt und wieviel Geld ihr wirklich damit macht!?‘ – und tatsächlich, wir müssen eigene Wege finden, euch das transparent und verständlich zugänglich zu machen. Dass wir zwar irgendwie no-profit, aber nicht non-profit, sondern for-good-profit sind. Unsere Freund*innen von Quartiermeister sind uns mit ihren Transparenz-Berichten ein gutes Vorbild. Das entscheidende für uns ist nicht, ob oder dass eine Unternehmung, ein Projekt, eine Initiative Gewinne, also ein finanzielles PLUS, machen (wollen), sondern was mit denen passiert. Bei der Solidarity Drinks GmbH gibt es keine Gewinnausschüttungen an irgendwelche Investor*innen oder ‚Inhaber*innen‘. Der größte Teil der Gewinne fließt (neben dem festen Betrag pro Flasche) an den Solidrinks e.V., der sie an Projekte von und mit Geflüchteten weitergibt. Ein weiterer Teil fließt in die Weiterentwicklung des Projekts und der Idee Solidrinks. For-good-profit, das heißt Gewinne aus Unternehmungen gut zu nutzen, für eine Gesellschaft der Vielen, gegen Rassismus und Diskriminierung. Über allem steht die Idee von Solidarität.

Machen die Refugees die Limos?

Irgendwie hat sich das Gerücht eingeschlichen, dass bei Solidrinks ein paar Refugees Mate-Tee ernten, rösten und dann Solimate daraus brauen und irgendwie per Hand in die Flaschen füllen. Wir hoffen, wir müssen jetzt niemanden enttäuschen, aber: das ist nicht so. Wir von Solidrinks, das heißt Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichte haben mit vielen Freund*innen (auch mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichte), kurz: viele wunderbare Menschen haben dabei geholfen das Rezept für unsere Getränke zu perfektionieren und überhaupt die Idee Solidrinks Wirklichkeit werden zu lassen. Aber nein, unsere Arbeit besteht nicht darin selber in der Küche Kola-Früchte auszupressen und Mate zu kochen. Wir sind (noch?) kein Handwerksbetrieb.

Seid ihr solidarisch mit unserer Party und sponsort uns? Oder: warum wir kein Sponsoring machen

Die kurze Antwort: Unsere Flaschen würden plötzlich lügen! Denn da steht ‚Mit jedem Schluck unterstützt du Projekt XY‚ – das tust du natürlich nur, wenn die Flaschen verkauft und nicht verschenkt werden. Denn dann kann auch keine Spende vom Verkaufswert an Geflüchteten-Initiativen gehen. Außerdem kann Solidrinks, wenn es nichts verkauft, gar nicht funktionieren. Die lange Antwort ist also: Wir möchten eine andere, bessere, soziale Art des Wirtschaftens verbreiten. Dafür muss natürlich auch unsere Arbeit und die Rohstoffe, aus denen die Drinks hergestellt werden, fair bezahlt werden. Wir wollen, selbst wenn die Solidarity Drinks GmbH irgendwann sogar mal hohe Gewinne macht, diese lieber an soziale Projekte im Kiez spenden als damit Veranstaltungen zu subventionieren. Leider wird der große Limo- oder Bier-Sponsor (der seine Kohle vielleicht auch nicht immer ganz nachhaltig und solidarisch erwirtschaftet) oft schon fest mit eingeplant in die Finanzierung von Festivalkultur und Gastronomie. Wir können und wollen da einerseits gar nicht mitmachen. Wir sind aber andererseits auch hin und hergerissen: Denn leider ist es ja so, dass Kunst und Kultur, und so wichtige Bereiche wie politische Bildungsarbeit, Empowerment und geschützte Diskussions- und Freizeiträume chronisch unterfinanziert sind. Und Ausgaben für Getränke bei der Budgettierung gar nicht mehr mitgedacht werden (können). Was tun? Wir haben uns für eine solidarische Preisgestaltung entschieden, die Kostendeckung und den Soli an die Initiativen garantiert, aber unkommerziellen Veranstaltungsräumen und Gastronom*innen, die unseren Werten und Zielen verbunden sind, in bestimmten Fällen entgegen kommen kann. In Planung ist auch ein Pfand-Spenden-Modell, bei dem der Umsatz aus Pfandspenden in einen Pool für Freigetränke für Soli-Parties etc. fließt. Also: to be continued…

Seid ihr von Lemonaid?

Nein 🙂

 

Ok ok die Solidrinks-Flaschen sehen ähnlich aus. (aber wenn wir mal ehrlich sind, gibt es noch tausend mal mehr Getränke, die alle in 0,33l Longneck-Flaschen kommen). Wir sind auch nicht das whitewashing-Vorzeigeprojekt von Club Mate oder von Coca Cola. Hinter uns steht kein großer Konzern. Wir sind ein kleines, unabhängiges Sozialunternehmen. Komplett selber aus dem Boden gestampft. Das soll auch so bleiben. Solidrinks bleibt seiner Vision und Zielsetzung treu <3.